10 Tipps zum Gartenhäcksler

Gartenhäcksler im Garten
Ein Gartenhäcksler macht Kleinholz aus den im Garten unvermeidlichen Abfällen.

Gartenhäcksler: ein wertvoller Helfer im Garten

Ein Gartenhäcksler ist immer dann der ideale Helfer im Garten, wenn organisches Material zerkleinert werden soll. Das sind vor allem abgeschnittene Äste im Frühjahr und Herbst. Aus diesen macht der Gartenhäcksler buchstäblich Kleinholz, das du dann an anderer Stelle wunderbar im Garten nutzen kannst. So entsteht ein ganz natürlicher Kreislauf, bei dem keine Rohstoffe verschwendet werden.

So kannst du aus gehäckselten Ästen beispielsweise Mulch für Wege oder Beete gewinnen. Aus feineren Zweigen mit reichlich Blattgut gewinnst du eine wertvolle Beigabe für deinen Komposter. Wie man richtig kompostiert erfährst du hier.

Ein Gartenhäcksler ist somit eine sinnvolle Anschaffung. Wir haben deshalb zehn Tipps für dich rund um den Gartenhäcksler.

Gartenhäcksler im Betrieb
Aus gehäckselten Ästen kannst du Mulch für deinen Garten gewinnen. So gehen keine Rohstoffe verloren.

Gewinne Häckselgut für den Komposter

Wenn du es richtig anstellst, kannst du im Garten einen ganz natürlichen Kreislauf schaffen. Dabei werden keine Rohstoffe vernichtet beziehungsweise entsorgt, die du im Garten noch sinnvoll nutzen könntest. Nicht nur, aber vor allem Bio-Gärtnern ist dieser biologische Kreislauf wichtig.

Und auch du kannst diese natürlichen Abläufe unterstützen und deinen Garten so mit wertvollen Nährstoffen versorgen. Das gehäckselte Material, also beispielsweise Zweige, Äste und andere Gartenabfälle, enthält jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe. Diese wurden den Pflanzen während der Wachstumsphase entzogen. Zerkleinerst du den Gehölzschnitt oder die anderen Abfälle im Gartenhäcksler, kannst du diese Inhaltsstoffe wieder zurück in deinen Garten bringen.

Das Häckselgut kannst du beispielsweise auf den Komposter geben. Gehäckselter Strauchschnitt zerfällt besonders schnell zu hochwertigem Humus. Außerdem sorgt er für eine gute Sauerstoffzufuhr auf dem Komposter. Das regt die natürliche Verrottung zusätzlich an.

Den so entstehenden Kompost kannst du meist schon im Folgejahr als ganz natürlichen Dünger nutzen. Er liefert den Pflanzen Nährstoffe und speichert außerdem Kohlendioxid im Boden. So tust du also auch noch etwas für die Klimabilanz.

Häckselgut aus dem Gartenhäcksler
Das Häckselgut aus dem Gartenhäcksler kannst du auf dem Komposter verwenden. ©MSG/Martin Staffler

Rotierendes Messer, Walze oder Turbine-Cut-System?

Bei Gartenhäckslern hast du die Wahl zwischen verschiedenen Schneide-Systemen: Die einen Geräte arbeiten mit rotierenden Messern, die anderen mit einer Walze, wiederum andere mit dem Turbine-Cut-System.

Geräte mit einem rotierenden Schneidmesser wie beispielsweise der AXT Rapid 2000 von Bosch zerkleinern die Gartenabfälle mit schnell rotierenden Messerklingen. Mit 3.650 Umdrehungen pro Minute schafft der Häcksler beispielsweise Äste bis zu einem Durchmesser von 35 mm.

Leiser sind Gartenhäcksler mit einer Walze. Ein solches Gerät ist beispielsweise der AXT 22 D von Bosch. Er zerquetscht Gartenabfälle bis zu einem Durchmesser von 38 mm mit einem Drehmoment von 600 Nm. Das Holz wird mit seinen Fasern dabei aufgebrochen. Es lässt sich dadurch besonders gut kompostieren.

Besonders stark und gleichzeitig angenehm leise sind Gartenhäcksler mit dem Turbine-Cut-System wie beispielsweise der AXT 25 TC von Bosch. Er hat ein Drehmoment von 650 Nm und macht bei einer Motorleistung von 2.500 W sogar aus bis zu 45 mm dicken Ästen problemlos Kleinholz. Weiches Material quetscht dieser Häcksler nicht nur, sondern er schneidet es auch. Vor allem Abfälle mit vielen Blättern werden so besser gehäckselt.

Gartenhäcksler von Bosch
Entnimm das Häckselgut aus dem Gerät und verwende es in deinem Garten.

Finde den richtigen Häcksler

Um den für dich idealen Gartenhäcksler zu finden, musst du wissen, was du hauptsächlich damit zerkleinern willst. Hast du vor allem harte und holzige Materialien zu häckseln, also zum Beispiel Schnittgut von Obstbäumen oder Blütensträuchern, ist ein Walzenhäcksler am besten für dich geeignet. Mittelstarke Äste zerkleinern diese Geräte mühelos.

Weicheres Pflanzenmaterial ist besser im Messerhäcksler aufgehoben. Hier haben auch größere Mengen Laub oder buschiges Grüngut keine Chance. Staudenschnitt oder Gemüsereste verarbeiten diese Geräte auch tadellos.

Fallen sehr dicke Äste in deinem Garten an, ist ein Gartenhäcksler mit Tubine-Cut-System die beste Wahl. Dort kannst du selbst sehr harte und kräftige Äste hineingeben, ohne dass der Häcksler damit Probleme hätte.

Extratipp: Achte auch beim Schneiden der Bäume und Sträucher auf hochwertige und zuverlässige Geräte. So kannst du sicher und bequem arbeiten. Gut zugängliche Äste kürzt du beispielsweise mit der Akku-Gartensäge Keo von Bosch. Äste und Zweige in größeren Höhen erreichst du ganz bequem mit einem Hochentaster wie beispielsweise dem Universal ChainPole 18 von Bosch.

Hochentaster von Bosch
Äste in großer Höhe erreichst du mit dem Hochentaster Universal ChainPole 18 von Bosch problemlos.

Vermeide Verletzungen

Hochwertige Gartenhäcksler sind so konzipiert, dass sie sicher und komfortabel genutzt werden können. Dennoch ist es wichtig, bei der Arbeit mit Gartenhäckslern mit Bedacht vorzugehen und entsprechende Schutzkleidung zu tragen.

Arbeitshandschuhe solltest du dir daher anziehen und auch eine Schutzbrille sollte bei der Arbeit am Gartenhäcksler nicht fehlen. Unter Umständen ist auch ein Gehörschutz sinnvoll.

Mit den Handschuhen schützt du dich vor Stacheln und Dornen und auch vor Holzsplittern, die an den abgesägten Ästen abstehen können. Fruchtstände von Stauden haben außerdem häufig kleine Widerhaken. Auch davor schützt du dich mit Handschuhen.

Mit der Schutzbrille schützt du deine Augen vor gehäckseltem Schnittgut. Halte außerdem längere Äste immer gut fest, wenn du sie häckselst. Durch die Bewegungen im Gerät könnten sie anfangen, sich zu drehen.

Auch wenn hochwertige Gartenhäcksler leise arbeiten: Zersplitterndes, sehr hartes Holz kann beim Häckseln sehr laute Geräusche verursachen. Trage deshalb auch einen Gehörschutz, um deine Ohren vor zu großer Lautstärke zu bewahren.

Bei Walzenhäckslern kommt es nur in Ausnahmefällen zu Verstopfungen. Sollte es aber einmal so sein, kannst du das Schnittgut meist über die Rückwärtsfunktion wieder aus dem Gerät befreien. Gelingt dies nicht, musst du die Verstopfung mit der Hand entfernen. Ziehe davor unbedingt immer den Netzstecker, um Verletzungen zu vermeiden.

Bei Messerhäckslern öffnest du das Gerät, um den Holzstau zu entfernen. Nimm auch dieses Gerät vorher unbedingt vom Strom, um sicher arbeiten zu können.

Ein sorgfältiger Blick auf die Sicherheitshinweise in der Gebrauchsanweisung hilft dir dabei, schnell, sicher und effektiv mit den Geräten zu arbeiten.

Verstopfung im Gartenhäcksler
Ziehe immer erst den Netzstecker, bevor du eine Verstopfung im Gartenhäcksler beseitigst. ©iStock/lucentius

Nutze Grüngut als Mulchschicht

Häckselst du feineres Astwerk mit vielen Blättern, kannst du das Häckselgut wunderbar zum Mulchen verwenden. Sowohl im Nutz- als auch im Ziergarten profitieren die Pflanzen von einer solchen Mulchschicht. Bringe sie etwa 3 cm bis 5 cm dick auf. Hast du gewusst? Die Rasenmähroboter von Bosch mulchen automatisch und führen so dem Boden wichtige Nährstoffe zu.

Mit einer Mulchschicht verdunstet das Wasser nicht so schnell aus den Beeten. Du musst dadurch seltener gießen. Außerdem schützt du mit dem Mulch die Organismen im Boden vor zu großer Hitze und Trockenheit. Sie können daher auch bis in die oberen Erdschichten vordringen und dort ihre Arbeit tun.

Zersetzt sich der Mulch nach und nach, werden außerdem Nährstoffe an die Erde abgegeben. Auch davon profitieren deine Pflanzen.

Nutze gehäckselte Äste als Mulchschicht in Beeten

Du kannst deine Beete auch mit Häckselgut mulchen, das aus Abfällen ohne Blätter entstanden ist. Messerhäcksler liefern hier das ideale Material, um deine Beete zu mulchen. Messerhäcksler produzieren dünne Holzchips. Diese zersetzen sich nicht so leicht wie aufgebrochene Aststücke aus dem Walzenhäcksler.

Dünge den Boden, bevor du mit diesem Material mulchst. Die im Boden lebenden Organismen brauchen viel Stickstoff, wenn sie Holz zersetzen. Es könnte ohne Düngung sonst zu wenig davon für die Pflanzen zur Verfügung stehen.

Mulchschicht im Garten
Dünge deinen Boden, bevor du ihn mulchst. So sind deine Pflanzen gut mit Nährstoffen versorgt. ©MSG/Folkert Siemens

Lege Wege mit Häckselgut an

Gartenwege kannst du entweder mit Rindenmulch anlegen oder einfach das kostenlos im Garten anfallende Häckselgut dafür verwenden. Das Material ist für Wege wunderbar geeignet. Es riecht außerdem meist auch frischer als gekaufter Rindenmulch.

Über die angelegten Wege erreichst du deine Beete ganz bequem. Vor allem nach stärkeren Regenfällen hast du auf so gestalteten Pfaden sicheren Halt und behältst halbwegs saubere Schuhe.

Bringe für deine Wege eine etwa 10 cm dicke Schicht aus Häckselgut auf.

Pflege und warte deinen Gartenhäcksler

Hochwertige Gartenhäcksler sind besonders langlebig. Etwas Pflege und Wartung solltest du deinem Gerät dennoch gönnen. So gehst du dabei vor

  • Lasse den Häcksler frei laufen und prüfe, ob noch Abfälle im Gerät stecken.
  • Nimm das Gerät vom Strom und klappe bei Messerhäckslern den Einfülltrichter auf.
  • Kehre das Innere mit einem Besen aus und wische mit einem Lappen nach.
  • Entferne Schnittgutreste aus dem Schneidwerk mit einem Handbesen.
  • Pflege die Klingen mit einem Spray auf Ölbasis.
  • Wechsle bei sehr häufigem Einsatz des Messerhäckslers etwa einmal im Jahr die Messer.

Walzenhäcksler sind nahezu wartungsfrei. Justiere hier lediglich die Gegenplatte über die Stellschraube, wenn die Häckselleistung nachlässt.

Elektro- oder Benzinbetrieb?

Du kannst bei Gartenhäckslern zwischen strombetriebenen Geräten wählen und solchen, die mit Benzin laufen. In einem durchschnittlichen Garten reicht in der Regel ein mit Wechselstrom betriebener Häcksler aus.

Hast du einen besonders großen Garten oder sehr viele Obstbäume, kann ein Starkstromhäcksler oder einer mit Benzinbetrieb sinnvoll sein. Die benzinbetriebenen Geräte sind nicht leistungsstärker, aber unabhängig von einem Stromanschluss. Das kann sich auf großen Grundstücken auszahlen.

Brauchst du einen Häcksler?

Gartensäge von Bosch
Mit einer elektrischen Gartensäge schneidest du Bäume und Sträucher besonders komfortabel.

Ein Gartenhäcksler ist enorm praktisch und nimmt dir viel Arbeit ab. Hast du jedoch nur einen kleinen Garten oder nur sehr wenige organische Abfälle, kannst du diese auch mit einer handlichen Gartensäge so zerkleinern, dass du die Rohstoffe im Garten weiterverarbeiten kannst.

Frage auch einmal bei den Nachbarn nach. Eventuell lohnt sich die gemeinsame Anschaffung eines hochwertigen Gartenhäckslers, den ihr dann im Wechsel nutzt.

Tipp
10 Tipps zum Gartenhäcksler
Ein Gartenhäcksler ist vor allem im Herbst Gold wert. Er zerkleinert so gut wie jeden organischen Abfall und macht daraus Rohstoffe, die du längst nicht nur auf dem Kompost verwenden kannst.