Werkzeuge für Heim & Garten

Werkbank mit Akkugeräte Schublade ("Bessere Werkstatt" - 4. Folge)


  • Skill level
    Schwer
  • Costs
    100 €
  • Duration
    Mehr als 4 Tage

Der nächste Teil meiner Werkstatt Umgestaltung, noch eine Werkbank. Diese sollte ursprünglich durch eine noch zu bauende dritte Werkbank mit der ersten aus diesem und und diesem Projekt verbunden werden. Doch diese Planung wurde mitten im Bau über den Haufen geworfen und die dritte Werkbank ersatzlos gestrichen.
Diese hier hingegen soll auch wieder mehrere Aufgaben erfüllen. Aber dazu mehr in den Arbeitsschritten.

Du brauchst
Schritt 1 13

Entwurf und Materialauswahl

Sketchup Entwurf.
Sketchup Entwurf.
Draufsicht Lochraster.
Draufsicht Lochraster.
Schubkasten geöffnet.
Schubkasten geöffnet.

Einige Punkte waren schnell festgelegt. Die Arbeitsplatte ist aus massiver Buche, rund 30 mm stark. Ein Korpusskelett nach bewährtem Vorbild aus Palettenholz. Eine Schublade für alles, was kein Kabel hat mit integrierten und schaltbaren Steckdosen, um sämtliche Ladegeräte einzeln schalten zu können. Auch hier Palettenholz und etwas MDF. Zusätzlich eine fest instalierte Frontsteckdose.
Ich habe unzählige Entwürfe gemacht und zig Überlegungen angestellt. Was brauche ich für Unterbringungen? Mit welchem Material kann ich was bauen?
Da die erste Werkbank mehr Unterbringungsmöglichkeiten bot, als ich zuvor erwartet hatte, verwarf ich zunächst einmal die Idee, unterhalb der Schublade noch Schrankfächer zu bauen. Stattdessen wird dort regaliert, um (Paletten-) holz mit maximal 80 cm Länge (unten) bzw 120 cm (oben) zu lagern. Für die Arbeitsplatte entschied ich, mir endlich ein paar nützliche Banklöcher zu gönnen.
Mitten im Bau kam dann auch noch eine Vorderzange dazu.

Schritt 2 13

Seitenteile

Erstmal wird gehobelt.
Erstmal wird gehobelt.
Dann am Besäumschlitten eingespannt...
Dann am Besäumschlitten eingespannt...
...und an der TKS eine Kante begradigt.
...und an der TKS eine Kante begradigt.
Dann auf 80 mm Breite gesägt.
Dann auf 80 mm Breite gesägt.
Es folgt der Längenzuschnitt.
Es folgt der Längenzuschnitt.
Distanzhölzer an den Enden...
Distanzhölzer an den Enden...
...und Leim gleichmäßig aufgetragen...
...und Leim gleichmäßig aufgetragen...
...können die Bretter miteinander verleimt...
...können die Bretter miteinander verleimt...
...und genagelt werden.
...und genagelt werden.
Das ganze wird dreilagig...
Das ganze wird dreilagig...
...geleimt und genagelt, sodas...
...geleimt und genagelt, sodas...
...Schlitz und Zapfen enstehen.
...Schlitz und Zapfen enstehen.
Verleimt und...
Verleimt und...
...temporär verschraubt.
...temporär verschraubt.
Die Vorderseite mit dem Handhobel geglättet.
Die Vorderseite mit dem Handhobel geglättet.

Palettenholz wurde am Abricht- und Dickenhobel ausgehobelt und auf 16 mm Stärke gebracht. Der Breiten- und Längenzuschnitt folgte an der TKS. Dann wurden die Bretter zu Längs- und Querteilen zusammengeleimt, wobei mir einmal mehr der Elektronagler eine große Hilfe war. An den Enden lies ich Schlitze und Zapfen überstehen. Aus diesen Teilen wurden die zwei Seitenteile rechtwinkelig verleimt und die Leimstellen vorrübergehend mit Schrauben unter Druck gesetzt. Die Flächen, die später die Frontseiten sein werden, habe ich mit dem Doppelhobel etwas nachgearbeitet.


Schritt 3 13

Justagefüße

Das Gewinde war zu kurz und musste...
Das Gewinde war zu kurz und musste...
...verlängert werden.
...verlängert werden.
Mit der kleinen Flex...
Mit der kleinen Flex...
...für einen Schraubendreher vorbereitet.
...für einen Schraubendreher vorbereitet.
Aussenbohrung Forstner...
Aussenbohrung Forstner...
...Durchgang mit 8 mm.
...Durchgang mit 8 mm.
Innenseite...
Innenseite...
...das gleiche.
...das gleiche.
Aussen noch etwas mit 12 mm vertiefen...
Aussen noch etwas mit 12 mm vertiefen...
...eine M8 Mutter...
...eine M8 Mutter...
...einschlagen...
...einschlagen...
...so kann die Schraube von der Innenseite...
...so kann die Schraube von der Innenseite...
...rein und raus gedreht werden.
...rein und raus gedreht werden.

Um die spätere Ausrichtung zu erleichtern habe ich dann noch jedes Seitenteil mit einer Höhenjustage versehen. Schlossschrauben M8x 70 hatte ich noch da, mussten aber eine Gewindeverlängerung bekommen. An der Bodenseite der Seitenteile wurde zuerst mit dem Forstner eine Vertiefung eingebracht, in die der Schlossschraubenkopf plan hinein passt. Gleiches auf der gegenüberliegenden Innenseite, hier aber nur, um später etwas bessere Sicht auf das Schraubenende zu haben. Dann mit 8 mm durchgebohrt. Aussenseitig wurde diese Bohrung noch ein paar Milimeter tief mit mit 12 mm erweitert. In diese Vertiefung wurde dann eine M8 Mutter eingeschlagen.
Die Schlossschraube wurde am Gewindeende mit der Flex eingeschlitzt, damit hier ein Schraubendreher greift. Nun kann die Schraube eingedreht werden. Die Bank steht also später auf den Seitenteilen oder, je nach Justage, auf den Schraubenköpfen auf und kann von oben justiert werden.

Schritt 4 13

Sockel

Der erste von zwei Innensockeln wird...
Der erste von zwei Innensockeln wird...
...geleimt und genagelt.
...geleimt und genagelt.
Der erste von zwei Innenrahmen wird geleimt...
Der erste von zwei Innenrahmen wird geleimt...
...und geschraubt.
...und geschraubt.
16 mm Spanplatte im Zuschnitt.
16 mm Spanplatte im Zuschnitt.
Hochkant zwischen die Innenrahmen...
Hochkant zwischen die Innenrahmen...
...und ebenfalls verschraubt.
...und ebenfalls verschraubt.
Noch mehr Spanplatten...
Noch mehr Spanplatten...
...bilden den Sockelboden.
...bilden den Sockelboden.
Gebohrt und verschraubt.
Gebohrt und verschraubt.

Der Sockel besteht, genau wie die Seitenteile, aus Palettenholz. Ein großer Aussensockel, 80 mm hoch, umrahmt zwei Innensockel, 64 mm hoch. Die Differenz füllen zwei 16 mm Spanplatten als Boden. Zwischen den beiden Innensockeln bleibt eine Lücke von ebenfalls 16 mm, hier steht eine Spanplatte senkrecht als Zwischenwand.

Schritt 5 13

Arbeitsplatte: Aufbereitung

Tischplatte in verheerendem Zustand!
Tischplatte in verheerendem Zustand!
Die Unterseite ist auch nicht viel besser.
Die Unterseite ist auch nicht viel besser.
Mit der HKS auf Länge bringen...
Mit der HKS auf Länge bringen...
...natürlich beidseitig...
...natürlich beidseitig...
...stirnseitig durchnummerieren...
...stirnseitig durchnummerieren...
...und mit der HKS...
...und mit der HKS...
...in Streifen schneiden.
...in Streifen schneiden.
Mit dem ADH die Steifen glätten und säubern.
Mit dem ADH die Steifen glätten und säubern.
Nun werden die Streifen...
Nun werden die Streifen...
...wieder zu einer Plattte verleimt.
...wieder zu einer Plattte verleimt.
Viele Zwingen für ordentlich Druck.
Viele Zwingen für ordentlich Druck.
Dann ein erster Oberflächenschliff.
Dann ein erster Oberflächenschliff.
Verfüllen von Fehlstellen...
Verfüllen von Fehlstellen...
...mit 2K Kleber.
...mit 2K Kleber.
Nach dem Durchhärten wird geschliffen...
Nach dem Durchhärten wird geschliffen...
...so dass man keinen Übergang mehr fühlt.
...so dass man keinen Übergang mehr fühlt.

Buche massiv, 30 mm stark. Das war mal die Platte eines Esstisches, den ich vor der Entsorgung bewahren konnte. Er stand zuvor im Raucherraum meiner Firma und war derart nikotingetränkt, dass er vermutlich auch in der Tiefsee versenkt, nicht verrottet wäre...jedenfalls erforderte die Bearbeitung eine sehr gute Lüftung. Ich sägte die Platte zunächst in 20 cm breite Streifen, damit sie durch den Dickenhobel passte. Damit ich diese Streifen anschliessend wieder an gleicher Stelle zusammenleimen konnte, habe ich sie stirnseitig durchnummeriert. Nach der Verleimung wurde die Platte mit 120er Körnung geschliffen und einige kleinere Fehlstellen mit 2K Kleber verfüllt und verschliffen.

Schritt 6 13

Oberteil

Spanplatte...
Spanplatte...
...im Zuschnitt.
...im Zuschnitt.
Ebenso weiße Spanplatte.
Ebenso weiße Spanplatte.
Palettenholzleisten einleimen...
Palettenholzleisten einleimen...
...festnageln...
...festnageln...
...und die Überstände absägen.
...und die Überstände absägen.
Genauso auch die schmaleren Teile.
Genauso auch die schmaleren Teile.
Dann wird gebohrt...
Dann wird gebohrt...
...und geschraubt.
...und geschraubt.
Ebenfalls verschraubt wird die...
Ebenfalls verschraubt wird die...
...vorelektrifizierte Frontsteckdose.
...vorelektrifizierte Frontsteckdose.
Für links eine Halteleiste.
Für links eine Halteleiste.
Für die Leistenbekleidung etwas Feinschliff.
Für die Leistenbekleidung etwas Feinschliff.
Die Vollauszüge werden verschraubt.
Die Vollauszüge werden verschraubt.
Die Top-Platte wird aufgesetzt...
Die Top-Platte wird aufgesetzt...
...und verschraubt.
...und verschraubt.

Für das Oberteil werden Rohspanplatten auf entsprechendes Mass mit der HKS und der TKS zugesägt. Die sichtbaren Vorderkanten werden mit Palettenholzstreifen belegt. Dies ging einfach mit Leim und dem Rapid E-Nagler. Die Leisten wurden noch mit dem Delta geglättet.
Neben der besagten Schublade nimmt dieses Oberteil auch noch einen Kabelschacht auf. Darin befinden sich die Frontsteckdose und die Steckdose für die Akkuschublade. Die Elektrik wurde vorinstalliert und wird aus bekannten Gründen hier nicht näher erläutert. Die Frontsteckdose habe ich aus optischen Gründen (Die Schubkastenfront wird auch weiß) auf weiß beschichteter Spanplatte verschraubt. Die Akkuschublade hängt später am gleichen Stromkreis, wie die Werkstattbeleuchtung. So ist sichergestellt, dass kein Ladegerät unbeaufsichtigt unter Spannung steht. Denn das Licht schalte ich immer aus, wenn ich die Werkstatt verlasse. Die Frontsteckdose hängt an einem anderen Stromkreis.

Links der Schublade bleibt eine Lücke, in die später eine Vorderzange kommt. Hier habe ich noch ein Stück Dachlatte als Halteleiste verschraubt, um die Verbindung mit dem Seitenteil stabiler und einfacher zu machen.

Schritt 7 13

"Akku-Schublade"

Palettenholz wird (wieder einmal...) besäumt...
Palettenholz wird (wieder einmal...) besäumt...
...und auf 85 mm Breite gesägt.
...und auf 85 mm Breite gesägt.
Je zwei Bretter werden...
Je zwei Bretter werden...
...zu einer Zargenseite verleimt.
...zu einer Zargenseite verleimt.
Einmal mehr waren mir die...
Einmal mehr waren mir die...
...Verleimzwingen eine große Hilfe.
...Verleimzwingen eine große Hilfe.
Danach schleifen...
Danach schleifen...
...und auf Endmass sägen.
...und auf Endmass sägen.
Die Zargenteile werden geleimt...
Die Zargenteile werden geleimt...
...und genagelt.
...und genagelt.
8 mm MDF im leichten Übermass.
8 mm MDF im leichten Übermass.
Mit Leim und...
Mit Leim und...
...Schrauben Boden und Zarge verheiratet.
...Schrauben Boden und Zarge verheiratet.
Überstände bündig fräsen.
Überstände bündig fräsen.
Testlauf.
Testlauf.
Schmale Streifen Palettenholz...
Schmale Streifen Palettenholz...
...decken die Kanten...
...decken die Kanten...
...der Schubkastenblende aus Spanplatte ab...
...der Schubkastenblende aus Spanplatte ab...
...welche dann so aussieht.
...welche dann so aussieht.
Feinschliff der Kanten.
Feinschliff der Kanten.
Dachlatte wird...
Dachlatte wird...
...zurecht gesägt...
...zurecht gesägt...
...verleimt...
...verleimt...
...verdübelt...
...verdübelt...
...und geschliffen.
...und geschliffen.

Was hat es eigentlich mit der "Akkuschublade" auf sich? Mich hat es genervt, dass Schrauber, Säge, Flex, Messgeräte etc und vor allem die Ladegeräte immer irgendwo rumstanden und einstaubten. Ich wollte also eine Schublade, in der ich das ganze Thema "Alles, was kein Kabel hat" unterbringen kann. Und das inklusive einer Steckdosenleiste und Kabelführung, die mich alle Ladegeräte unabhängig voneinander schalten lässt.

Schublade: Die Zarge entsteht aus gehobelten und geschliffenen Palettenholzbrettern. Diese werden zu Leimholzbrettern miteinander verleimt und anschliessend auf Endmass geschnitten. Der Boden aus 8 mm MDF wird mit leichtem Übermass zugesägt und nach der Verschraubung mit der Zarge bündig gefräst. Montage im Korpus mit 700 mm Vollauszügen. Die Front aus 19 mm Spanplatte mit weißer Melamin Beschichtung. Die Schnittkanten werden mit Streifen aus Palettenholz abgedeckt, der Griff entsteht, wie bei der ersten Werkbank auch, aus Dachlatte.

Schritt 8 13

Der Zusammenbau "Hochzeit"

Sockel/Unterteil wird mit ...
Sockel/Unterteil wird mit ...
...den Seitenteilen verschraubt.
...den Seitenteilen verschraubt.
Das Oberteil kommt als nächstes.
Das Oberteil kommt als nächstes.
Die Arbeitsplatte wird aufgesetzt, ...
Die Arbeitsplatte wird aufgesetzt, ...
...und mit etwas Druck...
...und mit etwas Druck...
...zur Verschraubung ausgerichtet.
...zur Verschraubung ausgerichtet.
Mit dem Forstner vor-...
Mit dem Forstner vor-...
...und dem 10 mm Holzbohrer durchgebohrt.
...und dem 10 mm Holzbohrer durchgebohrt.
Befestigung der Platte mit...
Befestigung der Platte mit...
...M10 Schraube und Scheibe.
...M10 Schraube und Scheibe.
Mit Klebepads wird die....
Mit Klebepads wird die....
...die Schubladenblende fixiert und...
...die Schubladenblende fixiert und...
...und von innen verschraubt.
...und von innen verschraubt.
Vorderkante der Arbeitsplatte mit Brandspuren...
Vorderkante der Arbeitsplatte mit Brandspuren...
...gesäubert und deshalb auch noch einmal geschliffen.
...gesäubert und deshalb auch noch einmal geschliffen.

Zuerst wurden das Unterteil, also der Sockel aus Arbeitsschritt 4, mit den Seitenteilen aus Arbeitsschritt 2 mit 8 mm Holzschrauben (6-Kantkopf) verbunden. Natürlich vorbohren. Dann wird das Oberteil zwischen die Seitenteile gefädelt, mit Zwingen fixiert und mit Gewindeschrauben M8 für links und Gewindestangen M8 (auf ca. 70 mm geschnitten) für rechts mit den Seitenteilen verschraubt. Davon habe ich leider keine Bilder. Es folgte die Arbeitsplatte aus Arbeitsschritt 5, diese wird mit vier Schrauben M10 x 120 mit den Seitenteilen verschraubt. Die Seitenteile standen nicht ganz parallel zueinander, deshalb habe ich mit einer Zwinge ganz leicht nachgeholfen. Die Schubladenblende und der Griff kamen als nächstes dran. Nun noch der Zwischenboden, für den ich vier kleine Auflager zurecht gesägt habe. Zum guten Schluss habe ich die Vorderkante der Arbeitsplatte (hier war noch nichts passiert) mit der HKS gesäubert.

Wer auf dem vierten Bild ein paar Rollen unter den Seitenteilen sieht, hat sich nicht verguckt. Da es in der Werkstatt immer enger wird, habe ich vorrübergehend dafür gesorgt, dass ich die Werkbank besser aus dem Weg schaffen kann.

Schritt 9 13

Vorderzange

Ein ehemaliges Bettkopfteil...
Ein ehemaliges Bettkopfteil...
...in Streifen gesägt...
...in Streifen gesägt...
...einseitig geschliffen...
...einseitig geschliffen...
...und zu zwei Klötzen...
...und zu zwei Klötzen...
...miteinander verleimt.
...miteinander verleimt.
Zuschnitt auf Endmass.
Zuschnitt auf Endmass.
Bohrlöcher...
Bohrlöcher...
...werden markiert...
...werden markiert...
...und mit Forstnerbohrern gebohrt.
...und mit Forstnerbohrern gebohrt.
Ebenso die Vorbohrungen...
Ebenso die Vorbohrungen...
...für die Verschraubung der Backen.
...für die Verschraubung der Backen.
In die Arbeitsplatte...
In die Arbeitsplatte...
...kommen Rampamuffen, um...
...kommen Rampamuffen, um...
...das Hinterteil zu verschrauben.
...das Hinterteil zu verschrauben.
Vorderteil aufschrauben, ausrichten....
Vorderteil aufschrauben, ausrichten....
...vorbohren...
...vorbohren...
...und festschrauben.
...und festschrauben.

Eigentlich wollte ich die Vorderzange selber bauen. Gute Anleitungen gibt es dafür auf Youtube genug. Aber da sich zu diesem Zeitpunkt der Bau schon wieder elend in die Länge zog, bestellte ich mir eine VZ, bei der nur noch die Backen selbst gemacht werden müssen. Hierfür nahm ich Sperrholz aus Buche, das war mal ein Bettkopfteil. In leichtem Übermass zugesägt und einseitig geschliffen, habe ich je zwei Platten aufgedoppelt. Die Bohrungen für die Führungsstangen und die Spindel erledigte ich mit dem Forstnerbohrer. Für die Montage der VZ musste die Arbeitsplatte wieder gelöst werden und kommt auch erst ganz zum Schluss wieder dran. Für die Verschraubung an der Arbeitsplatte habe ich vier Rampamuffen an der Unterseite eingedreht. Die Backen wurden mit Holzschrauben befestigt.

Schritt 10 13

Arbeitsplatte: Die Banklöcher

Markieren der Bohrpunkte.
Markieren der Bohrpunkte.
Improvisierter, mobiler Bohrständer...
Improvisierter, mobiler Bohrständer...
...und ein frischer Forstner...
...und ein frischer Forstner...
...angefaste Kanten...
...angefaste Kanten...
...und ein einfacher Schliff - Banklöcher fertig
...und ein einfacher Schliff - Banklöcher fertig
Arbeitsplatte anfasen...
Arbeitsplatte anfasen...
...ebenso die Backe der Vorderzange.
...ebenso die Backe der Vorderzange.
Der letzte Schliff.
Der letzte Schliff.

Ich entschied mich für einen Durchmesser von 20 mm. Bankhaken und Zubehör werden später selber gebaut. Das Raster legte ich auf einen Lochabstand von 100 Milimetern fest. Die Positionen wurden sorgfältig ermittelt und markiert. Ein extra hierfür beschaffter Forstnerbohrer, ein Bohrhammer mit aufbajoniertem Zahnkranzbohrfutter und ein Bohrständer sollen die Arbeit übernehmen. Bohrhammer? Leider mein einziges Werkzeug mit Eurohals, ging also nicht anders... Und als dann alle 79 Löcher gebohrt waren, wurden die Kanten mit der Kantfräse angefast. Und da ich die Fräse schon in der Hand hatte, bekamen auch die Arbeitsplattenkanten und die Vorderzange eine Fase. Zum Schluss habe ich die Platte noch mal geschliffen.

Schritt 11 13

Inneneinteilung der Akkuschublade - Teil 1

Sperrholz und Kabelbinder...
Sperrholz und Kabelbinder...
...für die Steckdosenleiste...
...für die Steckdosenleiste...
...und das 12 Volt...
...und das 12 Volt...
...und 18 V Ladegerät.
...und 18 V Ladegerät.
Kabelschacht aus MDF....
Kabelschacht aus MDF....
...mit Aussparungen für die Kabelage.
...mit Aussparungen für die Kabelage.
Deckel drauf...
Deckel drauf...
...fertig!
...fertig!
Sperrholz und MDF auch...
Sperrholz und MDF auch...
..für die kleine Flex...
..für die kleine Flex...
...plus Scheiben.
...plus Scheiben.
Sperrholz verschraubt...
Sperrholz verschraubt...
...Leim und...
...Leim und...
...Anti-Rutsch-Matte...
...Anti-Rutsch-Matte...
...und die Enden mit Hartfaser verschlossen.
...und die Enden mit Hartfaser verschlossen.
Ordnung in den Kabelsalat.
Ordnung in den Kabelsalat.
Steckerdurchlass und Zugentlastung.
Steckerdurchlass und Zugentlastung.
Akkulade montieren...
Akkulade montieren...
...und bestücken.
...und bestücken.

Hier musste ich viel nachdenken und ausprobieren. Ich wollte einen organisierten Überblick, eine möglichst nach Verwendungshäufigkeit geordnete Verteilung, sowie Platzreserven für noch kommende Werkzeuge. Hier überlasse ich den Bildern die Erläuterungen. Alle Halterungen werden verschraubt, sind aber wieder entnehmbar. Ein Akkuwerkzeug konnte der Größe wegen nicht mit einziehen. Die große Handkreissäge GKS 18-57 muss ins Exil zu den Kabelwerkzeugen. Gebaut wurde mit viel Restmaterial. Sperrholz, MDF, Hartfaser...
Jede Halterung wurde mit dem Schubkastenboden verschraubt, um ein Verrutschen zu verhindern. Das Kabel der Mehrfachsteckdose wurde durch eine Lochbohrung nach außen geführt und dann mit einer Zugentlastung gesichert.

Schritt 12 13

Inneneinteilung der Akkuschublade - Teil 2

Reste von Palettensperrholz...
Reste von Palettensperrholz...
...und Douglasie...
...und Douglasie...
...Klemmung für einen Parallelanschlag...
...Klemmung für einen Parallelanschlag...
...ergibt zusammen...
...ergibt zusammen...
...eine Halterung für die 12 V HKS.
...eine Halterung für die 12 V HKS.
Etwas eingesägte Douglasie...
Etwas eingesägte Douglasie...
...seitlich mit Hartfaser verschlossen...
...seitlich mit Hartfaser verschlossen...
...zur Unterbringung von Ersatzblättern.
...zur Unterbringung von Ersatzblättern.
Etwas Palettenholz mit großem Loch...
Etwas Palettenholz mit großem Loch...
...zu einem Block verleimt.
...zu einem Block verleimt.
Im richtigen Winkel absägen...
Im richtigen Winkel absägen...
...mit weiteren Sperrholzresten...
...mit weiteren Sperrholzresten...
...zu einer Halterung verleimen.
...zu einer Halterung verleimen.
Diese Teile auf einer Hartfaserplatte festleimen.
Diese Teile auf einer Hartfaserplatte festleimen.
Sperrholz zu einem Rahmen verleimt...
Sperrholz zu einem Rahmen verleimt...
...an der TKS in zwei verschieden große Teile gesägt...
...an der TKS in zwei verschieden große Teile gesägt...
...davon eines mit einem Hartfaserboden versehen.
...davon eines mit einem Hartfaserboden versehen.
2. Rahmen aufgesetzt und...
2. Rahmen aufgesetzt und...
...Ecken in die Ecken geleimt.
...Ecken in die Ecken geleimt.
So kann ich beide Rahmen/Kästen aufeinander setzen.
So kann ich beide Rahmen/Kästen aufeinander setzen.
Den Boden mit Klebstoff bestreichen...
Den Boden mit Klebstoff bestreichen...
...und mit Stoff belegen.
...und mit Stoff belegen.
Der 2. Kasten in "Bosch Blau".
Der 2. Kasten in "Bosch Blau".
Der untere Kasten wird verschraubt...
Der untere Kasten wird verschraubt...
...der obere aufgelegt: Fach für die Akkuschrauber.
...der obere aufgelegt: Fach für die Akkuschrauber.
Zugentlastung...
Zugentlastung...
...und "Einklemm-Stop".
...und "Einklemm-Stop".

Hier geht es mit der Inneneinteilung weiter.
An der Rückseite der Schubkastenzarge brachte ich noch ein Stück Hartfaser an. Dieses schiebt das Anschlusskabel beim Schliessen der Schublade vor sich her und verhindert ein Einklemmen.
Insgesamt habe ich mir das Innenleben etwas anders gewünscht. Aber so wie es jetzt geworden ist, erfüllt es zwar nicht alle meine Wünsche, wohl aber seinen Zweck.

Schritt 13 13

Abschluss und Fazit

Leinölfirnis...
Leinölfirnis...
...für die sichtbaren Oberflächen.
...für die sichtbaren Oberflächen.
Platzierung...
Platzierung...
...Oberteildeckel wieder drauf...
...Oberteildeckel wieder drauf...
...ebenso die Arbeitsplatte.
...ebenso die Arbeitsplatte.
Dank der Justagefüße...
Dank der Justagefüße...
...geht die Ausrichtung einfach.
...geht die Ausrichtung einfach.
Fehlt noch der Zwischenboden...
Fehlt noch der Zwischenboden...
...und die Beschriftung der Ladegeräte.
...und die Beschriftung der Ladegeräte.
Zwei Rundausschnitte...
Zwei Rundausschnitte...
...werden in Form geschliffen...
...werden in Form geschliffen...
...und mit einem Rundholz verschraubt.
...und mit einem Rundholz verschraubt.
Noch etwas Öl...
Noch etwas Öl...
...und es kann eingeräumt werden.
...und es kann eingeräumt werden.
Fertig!!!
Fertig!!!

Die Arbeitsplatte, sowie alle sichtbaren Palettenholzoberflächen wurden mit Leinölfirnis eingelassen.
Um die Werkbank an den Aufstellort zu bringen, musste sie erst einmal abspecken. Das Ding ist sauschwer geworden! Also Zwischenboden, Oberteildeckelplatte und Schubkasten wieder raus, die Arbeitsplatte war eh schon demontiert.
Nun konnte die neue Werkbank ihren endgültigen Platz einnehmen. Die elektrischen Anschlüsse wurden hergestellt, die Bank ausgerichtet und mit der Nachbarbank verschraubt.
Die Vorderzange bekam noch eine Handstange aus Esche und ersetzte das provisorische Alurohr. Hierfür wurde ein Spatenstiel beschafft (günstiger als Rundholz!) und die Enden aus Holzresten zurecht gesägt und am Bandschleifer in Form geschliffen.

Ich habe auch hier wieder den Bau in bewegten Bildern festgehalten. Damit es nicht langatmig wird, habe ich zwei kürzere, statt einem längeren Video gemacht. Beide je ca. 11 bis 12 Minuten lang und ihr findet sie ganz oben, neben dem Startbild.

Ich danke für Euer Interesse.


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