Flexiblen Schreibtisch selber bauen: Die 2-in-1-Lösung für jedes Homeoffice

In einem Zimmer mit Parkettboden steht ein selbstgebauter Schreibtisch. Auf dem rechten Teil des Bildes ist die Oberfläche des Schreibtischs aufgeklappt.
Aufgeklappt bietet der flexible DIY-Schreibtisch noch mehr Platz – z.B. für eine Pinnwand.
In einem Zimmer mit Parkettboden steht ein selbstgebauter Schreibtisch. Auf dem rechten Teil des Bildes ist die Oberfläche des Schreibtischs aufgeklappt.
Aufgeklappt bietet der flexible DIY-Schreibtisch noch mehr Platz – z.B. für eine Pinnwand.

  • Schwierigkeit
    Mittel
  • Kosten
    30-50 €
  • Dauer
    4-5 h

Einleitung

Du möchtest einen Schreibtisch für dein Homeoffice selber bauen? Mit unserer flexiblen 2-in-1 Lösung hast du sogar noch mehr Platz auf deiner Arbeitsfläche: Umgeklappt lässt sich die Platte ohne großes Aufräumen auch als Esstisch nutzen. In unserer Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du den klappbaren Tisch aus Holz bauen kannst.Kennst du schon unser 18-Volt-System? Dazu gehören unzählige Geräte für eine große Vielfalt an Anwendungen. Das Besondere auch bei dem nachfolgenden Projekt: Alle Anwendungen kannst du immer wieder mit dem gleichen Akku umsetzen. Einfach Akku abziehen, auf ein anderes Gerät aus dem System stecken und weiter geht’s mit dem nächsten Arbeitsschritt.Bei allen Schritten musst du natürlich streng auf deine Sicherheit achten und gewisse Vorkehrungen für den eigenen Schutz treffen. In unserer Übersicht findest du die korrekte Schutzkleidung für alle Anwendungen.

Du brauchst
Hilfsmittel
  • Bleistift
  • Schraubzwingen
  • Meterstab
  • Langes Holzstück
  • Kreppband / Klebeband
  • Malerset
Materialliste
  • 80 Holzschrauben (20 à 4 x 50 mm; 60 à 3,5 x 16 mm)
  • 4 Ringschrauben/ Ösenschrauben Holzgewinde; 20 x 8 mm
  • 2 Winkel à 50 x 50 mm
  • Klavierband (Scharnier) (1200 x 32 mm)
  • 4 Besenstiele (Durchmesser: 24 mm; Länge mind. 800 mm)
  • 2 Dreischichtplatten Kiefer; 18 x 600 x 1200 mm
  • 2 Dreischichtplatten Kiefer; 18 x 400 x 1200 mm
  • 1 Pinnwand; 400 x 600 mm
  • 2 m Seil
  • Lack (ca. 345 ml)
  • Sprühfarbe (ca. 150 ml)
L: Länge, B: Breite, H: Höhe, D: Durchmesser

Los geht's - Schritt für Schritt

Schritt 1 5

Holzplatten zurechtsägen

Mit einer Handkreissäge wird ein Stück einer Multiplexplatte abgesägt.
Auf einer Skizze lassen sich die Maße einer Holzplatte erkennen.

Du brauchst: Handkreissägen, Bleistift, Schraubzwingen, Meterstab, Langes Holzstück, Dreischichtplatte Kiefer; 18 x 600 x 1200 mm, Dreischichtplatte Kiefer; 18 x 400 x 1200 mm

Säge zuerst von der längeren Seite einer der Kiefernplatten (600 x 1200 mm) mit der Handkreissäge 80 mm ab. Achtung: Stelle den Gehrungswinkel auf 45 Grad ein. Hier erfährst du nochmal alles wichtige zum Thema Sägen auf Gehrung.
Dabei verläuft die Schnittkante parallel zur ursprünglichen Kante (siehe Skizze). Die abgesägte Platte sollte jetzt 80 mm breit und 1200 mm lang sein. Anschließend musst du eine der schmaleren Kieferplatten (400 x 1200 mm) nach demselben Prinzip zuschneiden. Säge diesmal aber zwei gleichgroße Stücke (80 x 1200 mm) ab.

Tipp
Tipp:
Für saubere und gerade Schnittkanten ein langes gerades Holzstück als Anschlag für die Handkreissäge auf dem Werksstück mit zwei Schraubzwingen fixieren.
Schritt 2 5

Untere Platte bearbeiten

Mit einem Forstnerbohrer wird ein Loch in eine Holzplatte gebohrt.
Auf einer Skizze lassen sich die Maße einer Holzplatte erkennen.

Du brauchst: Akku-Schlagbohrschrauber, Forstnerbohrer, Holzbohrer 4mm, Senkbohrer oder Kegelsenker, Schraubzwingen, Bleistift, Meterstab, Dreischichtplatte Kiefer; 18 x 600 x 1200 mm

Zeichne auf der unbearbeiteten Kieferplatte (600 x 1200 mm) einen Rahmen ein. Der Abstand zu den Rändern beträgt dabei 70 mm. Nun markierst du die Ecken des zuvor markierten Rahmens jeweils mit einem Punkt. An den schmalen Enden zeichnest du jeweils eine weitere Markierung mittig zwischen den beiden Eckpunkten ein. Setze an einer der langen Seiten des angezeichneten Rahmens von den Eckmarkierungen aus jeweils eine weitere Markierung mit einem Abstand von 370 mm (siehe Skizze).Als nächstes bohrst du die markierten Eckpunkte des Rahmens mit einem 25-mm-Forstnerbohrer durch. Anschließend müssen die übrigen angezeichneten Punkte mit einem 3-mm-Holzbohrer durchgebohrt und mit dem Senkbohrer ungefähr 2 mm tief nachgebohrt werden.

Schritt 3 5

Tischbeine bearbeiten

Ein Besenstiel aus Holz wird mit einer Nanoblade-Säge gekürzt.
Auf einer Skizze sind die Maße von zwei Tischbeinen erkennbar.

Du brauchst: NanoBlade-Säge, Akku-Schlagbohrschrauber, Passendes Bitset, Holzbohrer 4mm, Senkbohrer oder Kegelsenker, Meterstab, Bleistift, Schraubzwingen, Zugeschnittene Dreischichtplatten, 4 Besenstiele (Durchmesser: 24 mm; Länge mind. 800 mm), Sprühfarbe (ca. 150 ml)

Im nächsten Schritt werden zwei Zuschnitte (80 x 1200 mm) aus Schritt 1 mit der Nanoblade-Säge auf die folgenden Größen gekürzt: 80 x 435 mm (2x); 80 x 1035 mm (1x). Die vier Besenstiele musst du ebenfalls auf eine Länge von je 800 mm zuschneiden. Verwende dabei zur Fixierung zwei Zwingen.Anschließend bohrst du an den abgesägten Enden aller vier Besenstiele jeweils zwei übereinander liegende Löcher vor. Der Abstand beträgt dabei 20 und 60 mm zur Schnittkante (siehe Skizze). Bohre bei zwei der Besenstiele zusätzlich ein drittes Loch mit einem Versatz von 90 Grad vor (der Abstand zur Schnittkante beträgt 40 mm). Nun musst du noch alle Löcher mit dem Senkbohrer 2-3 mm tief nachbohren.

Tipp
Tipp:
Wenn du möchte, kannst du die bearbeiteten Besenstiele mit einer beliebigen Sprühfarbe einfärben (beachte die Herstellervorgaben zum Trocknen).
Schritt 4 5

Schleifen und Bretter verbinden

Eine Holzplatte wird mit einem Exzenterschleifer abgeschliffen.
Alle Oberflächen solltest du noch einmal gründlich abschleifen.

Du brauchst: Exzenterschleifer, Schleifblatt-set-115-mm, Schraubzwingen, Bearbeitete Dreischichtplatten, Holzschrauben (20 à 4 x 50 mm; 60 à 3,5 x 16 mm), Klavierband (Scharnier) (1200 x 32 mm)

Um saubere, schöne Kanten zu erhalten und um das Holz auf die Lackierung vorzubereiten, solltest du alle Platten anschließend abschleifen und die groben Kanten entgraten.Anschließend schraubst du die gekürzten Holzbretter auf die vorgebohrte Kieferplatte (600 x 1200 mm). Befestige dafür zunächst die beiden kleinen Bretter (80 x 435 mm) an den jeweils schmalen Seiten des eingezeichneten Rahmens genau zwischen den großen Forstnerlöchern. Verwende zum Verschrauben der Bretter die vorgebohrten Löcher und drei Holzschrauben (4 x 50 mm).Das dritte Brett (80 x 1035 mm) wird auf der langen Seite des Rahmens mit den Vorbohrungen ebenfalls direkt zwischen den großen Löchern und mit Hilfe von vier Holzschrauben (4 x 50 mm) verschraubt.Als nächstes verbindest du die anfangs geteilte große Kieferplatte (600 x 1200 mm) ohne Rahmen wieder mit dem abgesägten Holzstück. Verwende dazu zwei Klavierbänder (Scharniere) und ca. 40 Holzschrauben (3,5 x 16 mm). Im Anschluss legst du die bearbeitete Platte auf den zusammengebauten Korpus. Dabei zeigt das kürzere Stück mit den Scharnieren nach hinten, sodass der vordere, größere Teil – die Esstischplatte – sich nach oben klappen lässt.

Schritt 5 5

Schreibtisch fertig stellen

Mit einem Akku-Schlagbohrschrauber werden Holzteile miteinander verbunden.
Achte darauf, dass alles fixiert und stabil ist.

Du brauchst: Akku-Schlagbohrschrauber, Passendes Bitset, Meterstab, Bleistift, Kreppband / Klebeband, Malerset, Bearbeitete Platten und Besenstiele, Holzschrauben (20 à 4 x 50 mm; 60 à 3,5 x 16 mm), Ringschrauben/ Ösenschrauben Holzgewinde; 20 x 8 mm, Winkel à 50 x 50 mm, Pinnwand; 400 x 600 mm

Zur Fixierung der Tischplatte musst du das kürzere Stück anschließend mit dem Seitenteil (80 x 1035 mm) verschrauben. Verwende hierfür zwei Winkel und jeweils zehn Holzschrauben (3,5 x 16 mm).Befestige dann die beiden Schraubösen innen an den Seitenteilen (80 x 435 mm). Zeichne dafür zunächst die Markierungen für zwei Punkte an –  mit einem Abstand von jeweils 150 mm zum langen Seitenteil (80 x 1035 mm) und 40 mm zur unteren Schreibtischplatte. Schraube an den markierten Stellen eine der Holzschrauben (3,5 x 16 mm) ein und wieder aus. Anschließend kannst du die Schraubösen von Hand eindrehen. Diesen Schritt musst du mit den anderen zwei Schraubösen an der Unterseite der klappbaren Tischplatte wiederholen – jeweils mit einem Abstand von 200 mm zu der Außenkante und 40 mm zu der Unterkante. Fädele anschließend die Schnur durch alle vier Ösen und knote die Enden sicher zu. Zum Schluss werden noch die Besenstiele durch die Forstner-Löcher des Korpus gesteckt und bündig mit Hilfe von zehn Holzschrauben (4 x 50 mm), davon jeweils zwei vorne und drei hinten, verschraubt. Die Stiele mit drei Löchern dienen dabei als hintere Tischbeine. Jetzt solltest du noch die Kanten der oberen Tischplatte mit Kreppband abkleben und anschließend lasieren (beachte hier die Herstellerangaben zum Trocknen).Nach Belieben kann noch eine Pinnwand auf der Unterseite der klappbaren Tischplatte angebracht werden: Fertig ist der flexible Schreibtisch als 2-in-1-Lösung für jedes Homeoffice.