Rosen im Topf überwintern: So schützt du die Pflanzen

Deine Rosen im Topf solltest du im Winter vor Frost, Schnee und Eis schützen, so kann die Kälte den Pflanzen und ihren Wurzeln nichts anhaben.
In weniger kalten Wintern reicht es schon, die Rosen im Topf auf eine isolierende Styroporplatte zu stellen. Auch eine dickere Platte aus Holz hält die Kälte von unten davon ab, den Wurzelballen auszukühlen. Verfahre sowohl mit deinen Topfrosen auf dem Balkon auf diese Weise als auch mit denen auf der Terrasse.
Droht allerdings Frost – sinken die Temperaturen also unter 0 °C – brauchen deine Rosen im Topf intensiveren Schutz vor der Kälte. Denn wenn es sehr frisch draußen wird, kann allein die Temperatur Schäden an den Rosen verursachen, aber auch der eisige Wind wird zur Gefahr für die Pflanzen. Er kann sie nach und nach austrocknen. Kommt dann noch die wärmende Sonne am Tag hinzu, sind Rosen im Topf besonders gefährdet, denn die Temperaturunterschiede belasten die Pflanzen stark.
Sorge deshalb für einen guten Schutz, dann kannst du deine Rosen im Topf gut überwintern – wie das geht, erklären wir dir in diesem Text.
Damit dir dein Garten im Winter aber nicht zu karg und verpackt wird, haben wir zudem hier 6 Ideen für dich, welche Pflanzen Farbe in die dunkle Jahreszeit bringen.


Winterschutz für den Stamm
Um dein Rosenstämmchen im Topf gut durch die kalte Zeit zu bringen, solltest du die Pflanzen gut schützen und auch die Pflanzgefäße, in denen sie mit ihren Wurzelballen stehen. Nur warm eingepackt kommen sie gut durch die frostige Zeit und machen dir auch im nächsten Jahr wieder Freude im Garten oder auf dem Balkon.
Häufele dafür als Erstes den Stamm der Rose mit Erde an. Baue also mit der Erde einen kleinen Hügel rund um die Pflanze. Das Substrat wärmt das Gewächs und bei veredelten Rosen auch die knapp unterhalb der Erdoberfläche liegende, Veredelungsstelle. So kann der Frost dem Stamm und der empfindlicheren Veredelungsstelle weniger anhaben.
Durch die Erde nehmen außerdem die unteren Augen an der Pflanze keinen Schaden. Aus ihnen treibt die Rose im folgenden Jahr neu aus. Es ist daher wichtig, diesen Teil der Rose zu schützen.
Alternativ kannst du den Stamm auch mit Laub einpacken. Decke es anschließend mit Reisig ab. Sonst könnte es von starkem Wind weggeweht werden. Dein Laub kannst du ganz bequem mit dem Laubbläser sammeln, der UniversalGardenTidy saugt sie dir nach dem Zusammenpusten sogar auf.

Winterschutz für den Topf
Den Topf der Rosen umwickelst du mit Luftpolsterfolie. Außen um die Folie herum wickelst du dann eine Schicht Jutegewebe. Beide Materialien halten die Kälte ab. Mit der Luftpolsterfolie erzielst du den besten Effekt, das Jutegewebe sorgt für eine ansprechendere Optik. Zusätzlich sorgt die Luftschicht zwischen den beiden Materialien für eine gute Isolation vor der Kälte.
Schnüre sowohl die Luftpolsterfolie als auch das Jutegewebe gut fest. So kann sie auch ein ordentlicher Herbst- oder Wintersturm nicht fortreißen.
Zum Einwickeln der Töpfe kannst du alternativ auch Weiden-, Schilf- oder Bambusmatten verwenden. Diese legst du allerdings nicht direkt am Topf an, sondern schneidest sie so großzügig zu, dass zwischen dem Winterschutz und dem Topf noch etwas Platz bleibt. Den so entstehenden Hohlraum füllst du mit Stroh, Herbstlaub, Styroporflocken oder Holzwolle auf. All diese Materialien schützen den Topf wunderbar vor dem Auskühlen.
Zu guter Letzt stellst du die Rosen wie oben beschrieben auf eine Styropor- oder Holzplatte, um die Wärme von unten abzuhalten und die Gewächse vor Frost zu schützen.

Winterschutz für die Krone
Egal ob du eine Stammrose, Kletterrose oder eine Strauchrosen hast: packe etwas Reisig zwischen die Zweige. Das natürliche Material schützt dort ebenfalls vor Kälte. Umwickle die Krone anschließend mit einem Vlies. Das hält das Reisig an Ort und Stelle und schützt zusätzlich vor Wind und Kälte. Du kannst empfindlichen Rosen auch eine Pflanzenabdeckung in Form eines Tipis bauen, das schützt sie vor Schneelast und Kälte.
Stehen einige Äste der Rose ungünstig von der Krone ab, sodass sich das Vlies nicht gut anbringen lässt, kannst du diese Triebe kürzen. Für dünnere Zweige nutzt du eine Gartenschere wie beispielsweise die EasyPrune von Bosch. Sie hat eine automatische Kraftunterstützung, du brauchst also weniger Kraft beim Schneiden. Dickere Äste kürzt du zum Beispiel mit der KEO von Bosch, die Akku-Gartensäge durchtrennt auch dickere Zweige mühelos.
Möchtest du dich über den Schnitt von Rosen informieren? Wir haben Tipps über den Rosenschnitt allgemein und auch alle Infos, wie du Kletterrosen richtig schneidest.
Wärmende Gesellschaft
Einzeln stehende Rosen im Topf sind der Kälte im Winter besonders stark ausgesetzt. Einen zusätzlichen Schutz für sie schaffst du, indem du mehrere Pflanzen dicht aneinanderrückst. Idealerweise stehen sie an einer vor Wind und Regen geschützten Wand.

Wann ist es Zeit für den Winterschutz an den Rosen?
Ungefähr im November kannst du den Winterschutz an deinen Rosen im Topf anbringen. Mache das dann, wenn du auch deine anderen Pflanzen winterfest machst. Je nach Region und Witterung kann es schon sehr früh im Herbst frostig werden, behalte das Thermometer deshalb im Blick. Packe deine Rosen im Topf auf jeden Fall winterfest ein, bevor die Temperaturen in den Minusbereich rutschen.
Prüfe bei der Gelegenheit auch einmal die Töpfe, in denen die Pflanzen stehen. Sie sollten aus Kunststoff oder frostfest gebrannter Keramik bestehen. Diese Materialien bersten auch bei großer Kälte nicht.
Möchtest du mehr darüber wissen, wann welche Gartenarbeiten anfallen, erfährst du in unserem Gartenkalender, den richtigen Zeitpunkt für alle wichtigen Tätigkeiten.
