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Kugelbäume für deinen Garten

Der Kugelahorn sieht vor Hauseingängen nicht nur schön aus, sondern bietet Vögeln auch einen Nistplatz.
Credits: Image Professionals / Strauss, Friedrich

    Kugelbäume machen sich ganz hervorragend in öffentlichen Parks, aber auch in deinem Garten. Die Bäume und ihre Krone sind ganz besonders geformt und bleiben eher klein.

    Was sind Kugelbäume?

    Am häufigsten sieht man den Kugelahorn, die Robinie oder den Trompetenbaum. Allerdings gibt es noch viel mehr Varianten von Kugelbäumen. Im Herbst wirken beispielsweise Feldahorn, Amberbaum und Sumpfeiche mit ihrer Krone in Kugelform und den farbenfrohen Blättern besonders attraktiv. Immer häufiger wiederentdeckt wird in letzter Zeit der Klassiker Rotdorn. Im Mai zeigt der Baum wunderschöne, rote Blätter. Er trägt jedoch keine Früchte. Dieser Baum wird bis zu 6 m hoch. Je kräftiger man ihn schneidet, umso weniger Blüten wachsen an ihm.

    Der Trompetenbaum wird besonders gern im Garten gepflanzt.
    Credits: Friedrich Strauss Gartenbildagentur / Vazquez, Domingo

    Welche Kugelbäume lohnen sich?

    Wie zum Teil schon oben erwähnt, solltest du diese Sorten im Hinterkopf behalten, wenn du darüber nachdenkst, dir einen Kugelbaum zuzulegen:

    • Kugelsumpfeiche
    • Kugelahorn
    • Kugelrobinie
    • Rotdorn
    • Trompetenbaum
    • Fächerahorn
    • Wintergrüne Ölweide

    Kugelbäume eignen sich wegen ihrer geringen Größe vor allem für kleine Gärten und sogar für Vorgärten. Die überschaubaren Dimensionen der Bäume erleichtern auch die langfristige Gartenplanung, denn sie nehmen nicht nach und nach immer mehr Platz ein.

    Kugelbäume passen sogar in kleine Beete. Hierfür eignen sich beispielsweise der Herbstflieder oder der Mittelmeer-Schneeball. Informiere dich vor dem Kauf über die Blüte und die zu erwartende Herbstfärbung. Dann kannst du den idealen Baum für deinen Garten wählen.

    Kugelrobinien sind wegen ihrer pflegeleichten Art und der dicht verzweigten Krone sehr beliebt.
    Credit: Friedrich Strauss Gartenbildagentur / Strauss, Friedrich

    Die zwei Gruppen der Kugelbäume

    Kugelbäume unterteilt man in zwei Gruppen. Eine davon beinhaltet die schnittverträglichen Gehölze. Ihre Kronen kannst du je nach Astdicke mit einer Gartenschere, einer Akku-Gartensäge oder Heckenschere zu einer Kugel formen. Für dünnere Äste eignet sich beispielsweise die Gartenschere EasyPrune. Sie ist kraftunterstützend und schneidet daher besonders ermüdungsarm und sauber. Die Akku-Gartensäge KEO von Bosch eignet sich auch für dickere Äste mit einem Durchmesser von bis zu 80 mm. Weiter oben an der Krone liegende, schwer erreichbare Äste kürzt du beispielsweise mit der UniversalChainPole 18. Die Teleskop-Heckenschere erledigt die Arbeit am Kugelbaum besonders sicher und komfortabel.

    Für die dickeren Äste deines Kugelbaumes eignet sich die Akku-Gartensäge KEO von Bosch.
    Credit: Bosch
    Du brauchst
    Schritt12

    Gruppe 1: Schnittverträgliche Kugelbäume

    Du brauchst:

    Zu den schnittverträglichen Kugelbäumen gehören unter anderem die Buche, Salweide, Scheinzypresse und der Blauregen. Mit dem Schnitt hältst du die Krone am Baum ihn der kugeligen Form. Der Schnitt ist allerdings jedes Jahr nötig, so wie du deine anderen Bäume im Garten auch jährlich schneidest. Kürze und forme die Kugelbäume jeweils Ende Juni. Magst du es besonders genau, kannst du die Krone im Spätwinter noch einmal schneiden.

    Schritt22

    Gruppe 2: Spezielle Kugelbäume

    Du brauchst:

    Zur zweiten Gruppe der Kugelbäume gehören eher spezielle Sorten. Sie bilden die kugelförmige Krone überwiegend von selbst. Zu diesen Bäumen gehören:

    • Kugelkirsche „Globosa“
    • Amberbaum „Gum Ball“
    • Kugelginkgo „Mariken“

    Anders als die ursprünglichen Baumarten bilden diese Bäume keinen wirklichen Stamm. Sie wachsen stattdessen eher strauchartig. Diese Bäume werden deshalb auf Unterlagen mit unterschiedlichen Stammhöhen veredelt. Die Kronen wachsen dann zwar nach und nach, allerdings nur in die Höhe.

    Ein gelegentlicher Schnitt ist hier sinnvoll, denn einige Kronen gehen im Alter von einer Kugelform in eine eher flache Eiform über.

    Wie hält man Kugelbäume in Form?

    Besonders hübsch sehen Bäume aus, wenn sie möglichst ungestört wachsen können. Schneide sie deshalb nicht zu häufig und halte dich an wichtige Tipps, wenn du zum Beispiel deinen Apfelbaum schneidest.

    Kugelbäume musst du im Gegensatz dazu mit Gartenschere, Akku-Gartensäge, Akku-Strauchschere oder Akku-Teleskop-Heckenschere recht streng in Form halten. Der Kugelahorn und Kugeltrompetenbaum erreichen sonst Breiten von bis zu sechs Metern.

    Damit der Kugelbaum in Form bleibt, werden dünnere Äste mit der Gartenschere Easyprune entfernt.
    Credit: Bosch

    Auch die Kopfweide, Kugelesche und Robinie hältst du mit diesen Geräten in ihrer kugeligen Form. Du kannst sie bis ins alte Holz zurückschneiden.

    Die Kronen von Kugelbäumen neigen wegen der dichten Wuchsform mit der Zeit zum Verkahlen. Mit dem Schneiden sorgst du für neue Vitalität in der Pflanze. Schneide die Bäume am besten an einem Tag im Winter, an dem kein Frost herrscht. Dann sind die Bäume noch nicht wieder neu ausgetrieben.

    Bei größeren Formschnittgehölzen ist der regelmäßige Schnitt besonders wichtig. Sonst verlieren sie die gewünschte Kontur. Kastenlinden und Dachplatanen solltest du deshalb regelmäßig schneiden.

    Möchtest du mehr über das richtige Schneiden deiner Pflanzen erfahren, findest du hier viele Tipps zum Baumschnitt oder dem Pflanzenschnitt allgemein.

    Typische Probleme mit Kugelbäumen umgehen

    Bäume lassen sich nach einigen Jahren nicht mehr gut an einen anderen Ort umsetzen. Informiere dich deshalb bei der Auswahl des Kugelbaums genau über dessen erwartete Endhöhe. Lass dir auch sagen, wie breit der Baum in etwa wird und welche natürliche Wuchsform er hat.

    Sogar Züchtungen wie die Japanische Säulenkirsche „Amanogawa“ gehören nicht ins Vorgartenbeet. Und das, obwohl sie schmalkronig wächst. Der Baum muss in einem ausreichenden Abstand zum Haus stehen. Halte auch die Grenzabstände zum Nachbarn ein. Wie groß dieser Abstand ist, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die Stadt- oder Gemeindeverwaltung kann dir hierzu eine Auskunft geben. Entsprechend planst du den Pflanzplatz für den Kugelbaum.

    Denke außerdem daran, dass Bäume auch unter der Erde wachsen. Weiden, Robinien, Pappeln und Platanen breiten sich mit ihren Wurzeln recht stark aus. Sie können so Pflasterflächen, Fundamente oder auch Leitungen beschädigen.

    Winterschutz für Kugelbäume

    Jüngere Kugelbäume haben noch keine schützende Borke. Ihre Rinde ist glatt, dünn und daher im Winter besonders empfindlich. Schütze sie vor Frostrissen. Das sind Schäden am Baumstamm, die durch die starken Schwankungen zwischen den Temperaturen am Tag und in der Nacht entstehen. Oft bedeuten diese Schäden das Aus für den Baum. Vergiss nicht, auch die anderen Bereiche deines Gartens winterfest zu machen und vielleicht findest du noch Inspirationen, wie du auch im Winter Farbe in deinen Garten bringst.

    Schütze den Kugelbaum mit einem Weißanstrich. Diesen nimmt man auch bei Obstbäumen vor. Er schützt vor den gefährlichen Rissen. Alternativ kannst du den Stamm auch in wärmende Matten aus Schilf, Weide, Kokos, Jute oder Bambus wickeln. So wärmt er sich tagsüber nicht so stark auf. Zudem ist der Kugelbaum so vor Wildverbiss geschützt.

    Möchtest du mehr darüber wissen, wann welche Gartenarbeiten anfallen, erfährst du in unserem Gartenkalender, den richtigen Zeitpunkt für alle wichtigen Tätigkeiten. 

    Unterpflanzung für Kugelbäume

    So könnte dein Bauplan für ein Kinderspielhaus aussehen.
    Credit: Image Professionals / Strauss, Friedrich

    Der Bereich rund um den Stamm eines Baums bietet eher schlechte Voraussetzungen für andere Pflanzen. Das gilt speziell für Bäume mit einem dichten, knapp unter der Erdoberfläche wachsenden Wurzelwerk. Hierzu gehören beispielsweise der Spitzahorn, die Kastanie und Linde.

    Solche Bäume kannst du dennoch unterpflanzen. Wähle dafür Stauden, die Trockenheit und Schatten gut vertragen. Dazu gehören unter anderem Steinsame, Scheinerdbeere, wintergrüne Elfenblume und Beinwell. Alternativ kannst du dort auch Zwergsträucher oder robuste Gräser pflanzen. Beispiele hierfür sind Schatten-Segge, Kriechspindel und Dickmännchen.

    Leichter lassen sich der Trompetenbaum, Amberbaum, Ginkgo, Zierapfel und -kirsche unterpflanzen. Sie bilden herzförmige Wurzeln, sodass andere Pflanzpartner infrage kommen. Setze unterhalb dieser Bäume beispielsweise Teppichspiere, Kaukasusvergissmeinnicht, Golderdbeere, Storchschnabel oder Schaumblüte.

    Gieße die Gewächse für die Unterpflanzung am Baum anfangs reichlich und bemiss die Baumscheibe großzügig. Sind die Pflanzen erst einmal gut angewachsen, kommen sie in der Regel gut mit den eher trockenen Konditionen unter den Bäumen zurecht.